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Flucht, Migration und interkulturelle Kompetenz
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Flucht, Migration und interkulturelle Kompetenz

Ausländerrecht

Das Dublin-Verfahren

Tagesveranstaltung am 16.11.2018 von 10 bis 18 Uhr

Ob ein in der Bundesrepublik Deutschland gestellter Asylantrag auch in Deutschland geprüft wird, richtet sich unter anderem nach der Dublin-III-Verordnung (VO (EU) 604/2013).

In dieser Verordnung haben die Mitgliedstaaten der EU sowie die Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen Kriterien festgelegt, nach denen zu bestimmen ist, welcher Staat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig ist. Grundsätzlich ist der Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylverfahrens zu ständig, dessen Land-, See- oder Luftgrenze eine schutzsuchende Person aus einem Drittstaat kommend als erstes überschritten hat. Ist Deutschland nach den Regelungen der Verordnung nicht zuständig, lehnt das Bundesamt den Asylantrag als unzulässig ab und ordnet die Abschiebung in den zuständigen Staat an.

Inhalte:

  • Entwicklung
  • Aufbau
  • Wesentliche Inhalte
  • Ausnahmen
  • Umsetzung in die Praxis
  • Geplante Änderungen

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Frauenhäusern, Beratungsstellen sowie Vormünder_innen, Betreuer_innen; weitere Interessent_innen).

Seminarleitung: Prof. Dr. jur. Daniela Evrim Öndül lehrt an der EvH RWL Sozialrecht, u.a. mit dem Schwerpunkt Ausländerrecht. Sie hat mehrjährige einschlägige Praxiserfahrung als Rechtsanwältin im Ausländer- und Asylrecht und als Ergänzungspflegerin für ausländische unbegleitete Minderjährige.

Referent: Dennis Giehmann, Sozialpädagoge (B.A.), ist beim Diakoniewerk Duisburg GmbH im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie in der Flüchtligsberatung tätig.

Termin: Freitag,16.11.2018, 10 bis 18 Uhr
Ort: EvH RWL
Teilnehmerzahl: 15 bis 25
Teilnahmegebühr: 180,- Euro

Rechtliche Grundlagen des Nachzugs von Ausländern zur Familienzusammenführung

Tagesveranstaltung am 26.10.2018 von 10 bis 18 Uhr

Einer der Hauptzuwanderungsgründe nach Deutschland ist die Familienzusammenführung. Die nationalen Vorgaben in §§ 27 - 36 AufenthG werden durch die Verfassung, die Europäische Menschenrechtskonvention und durch die Familiennachzugsrichtlinie

der EU ergänzt bzw. teilweise verdrängt. Zudem privilegiert das Gesetz bestimmte Personengruppen und enthält Einschränkungen für andere Personengruppen. Im Seminar werden die komplexen rechtlichen Grundlagen übersichtlich dargestellt und Lösungen für praktische Probleme rund um den Ehegattennachzug und die Familienzusammenführung erarbeitet.

Eingegangen werden soll auch auf geplante – möglicherweise nach Druck dieser Ankündigung auch bereits umgesetze – rechtliche Änderungen.

Inhalte:

  • Rechtliche Regelungen zum Nachzug der Kernfamilie sowie sonstiger Familienangehöriger nach §§ 27 – 36 AufenthG
  • Besonderheiten beim Nachzug zu hier lebenden Dritt­staatsangehörigen mit humanitärem Aufenthaltsstatus wie etwa Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte, Resettlement-Flüchtlinge
  • Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zum Sprachnachweis
  • Verfahrensrechtliche Grundlagen für den Visumsantrag und evtl. Rechtsmittel

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Frauenhäusern, Beratungsstellen sowie Vormünder_innen, Betreuer_innen; weitere Interessent_innen).

Seminarleitung: Prof. Dr. jur. Daniela Evrim Öndül lehrt an der EvH RWL Sozialrecht, u.a. mit dem Schwerpunkt Ausländerrecht. Sie hat mehrjährige einschlägige Praxiserfahrung als Rechtsanwältin im Ausländer- und Asylrecht und als Ergänzungspflegerin für ausländische unbegleitete Minderjährige.

Referent: Dennis Giehmann, Sozialpädagoge (B.A.), ist beim Diakoniewerk Duisburg GmbH im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie in der Flüchtligsberatung tätig.

Termin: Freitag, 26. Oktober 2018, 10 bis 18 Uhr
Ort: EvH RWL
Teilnehmerzahl: 15 bis 25
Teilnahmegebühr: 180,- Euro (Selbstverpflegung)

Ausbildungsförderung für Geflüchtete – Herausforderungen, Fallstricke und Lösungsansätze aus der Praxis auf der Grundlage der Förderinstrumente des § 59 SGB III / §132 SGB III

Tagesveranstaltung am 9.11.2018 von 10 bis 18 Uhr

Junge Menschen mit Fluchthintergrund verfolgen sehr häufig das Ziel einer betrieblichen Berufsausbildung. Eine Ausbildung kann helfen, unabhängig vom Aufenthaltstitel ein mehrjähriges oder dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zu erlangen. Ein staatlich anerkannter Beruf ermöglicht jungen Geflüchteten berufliche Perspektiven in Deutschland und auch weltweit und ist Grundlage für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. 

Im Rahmen des Seminars werden die Förderinstrumente der Agentur für Arbeit vorgestellt, damit junge Menschen den Weg in die Ausbildung schaffen können. Die Fördervoraussetzungen hängen ab von der „Bleibeperspektive“, dem jeweiligen Herkunftsland und dem Aufenthaltsstatus und müssen im Einzelfall durch die Agentur für Arbeit oder ggf. das Job Center geprüft werden. Die Referentin berichtet von Erfahrungswerten aus der Praxis in der Berufsberatung. Die Teilnehmenden sollen dabei eigene Arbeitserfahrungen und Fallbeispiele einbringen.

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit jüngeren Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Vormünder_innen, Betreuer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, Mitarbeiter_innen von Beratungsstellen; weitere Interessent_innen).

Termin: Freitag, 9. Nov. 2018 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Ort: EvH RWL

Teilnahmegebühr: 180,- Euro

Referentin: Inge Riße ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Betriebswirtin (MBA) und arbeitet als Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit mit Geflüchteten, die eine Ausbildung in Deutschland anstreben und / oder während einer bereits begonnenen Ausbildung mit Förderinstrumenten unterstützt werden müssen, um ihre Ausbildung erfolgreich abschließen zu können.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Download.

Der geduldete Aufenthalt

Tagesveranstaltung am 30.11.2018 von 10 bis 18 Uhr

Die ausländerrechtliche Duldung ist seiner gesetzlichen Konzeption nach als Aussetzung der Abschiebung definiert. Sie dient als Nachweis, dass der Aufenthalt des Ausländers der Ausländerbehörde bekannt und von ihr vorübergehend hingenommen wird. In der Praxis dient die immer wieder verlängerte Duldung als Ersatz für einen Aufenthaltstitel. Insbesondere mit der durch das Integrationsgesetz geschaffenen Ausbildungsduldung wird die Duldung als Aufenthaltsrecht „zweiter Klasse“ zweckentfremdet. Weil der geduldete Aufenthalt mit massiven Einschränkungen und großer aufenthaltsrechtlicher Unsicherheit verbunden ist, bedarf es solider Kenntnisse über seine Rechtsgrundlagen und die Möglichkeiten seiner Legalisierung.

Inhalte: mögliche Duldungsgründe, Duldungsbescheinigung, Erlöschen der Duldung, behördliche und gerichtliche Verfahren, Sozialleistungen, Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit, Legalisierung

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Frauenhäusern, Beratungsstellen sowie Vormünder_innen, Betreuer_innen; weitere Interessent_innen).

Termin: Freitag, 30.11.2018 von 10:00 – 18:00 Uhr

Ort: EvH RWL

Teilnahmegebühr: 180,- Euro

Referentin: Prof. Dr. jur. Daniela Evrim Öndül lehrt an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe u.a. Ausländer- und Asylrecht. Sie hat mehrjährige einschlägige Praxiserfahrung als Rechtsanwältin und als Ergänzungspflegerin für ausländische unbegleitete Minderjährige.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Download.

Tagesveranstaltung: Kitas als heilsame Orte: Pädagogische Arbeit mit geflüchteten Kindern, traumatisierten Kindern, allen Kindern
Zertifikatskurs Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität

Zertifikatskurs Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität

In Kooperation mit der Diakonie RWL

Die Kurse umfassen jeweils eine Kompaktwoche, zwei Beratungstage zu einem selbständig durchzuführenden Projekt sowie einen Abschlusstag mit Projektvorstellung. Die Bausteine des Zertifikatskurses umfassen Wissenserwerb, Handlungsebenen, Reflexion und Transfer zu folgenden Schwerpunkten:

  • Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität
  • Migration und Integration in Politik und Recht
  • Werteorientierungen, Religiosität und Normenkonflikte
  • Interkulturelle Kommunikation und konstruktive Konfliktlösung
  • Organisation und Verankerung interkultureller Arbeit in sozialen Einrichtungen

Leitung: Prof. Dr. Thomas Eppenstein (EvH RWL), Ionna Zacharaki M. A. (Diakonie RWL)
Ort: Melanchthon-Akademie Köln
Teilnahmegebühr: auf Anfrage
Ausführliche Informationen: c.stelzl@diakonie-rwl.de