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Hilfe zur Selbständigkeit – gelingende Übergänge gestalten
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LWL Modellprojekt „Hilfe zur Selbständigkeit – gelingende Übergänge gestalten“

Ziel des Modellprojekts „Hilfe zur Selbständigkeit – gelingende Übergänge gestalten“ ist es, lokal abgestimmte und verbindliche Übergangskonzepte für die Begleitung von Jugendlichen/jungen Volljährigen in ein selbstständiges Leben zu entwickeln – und zwar in, bzw. nach der (stationären) Erziehungshilfe/Hilfe für junge Volljährige. Aufgrund der aktuellen Situation geflüchteter junger Menschen und von Flüchtlingsfamilien werden mögliche Spezifika in der Arbeit mit dieser Zielgruppe berücksichtigt und die Jugendämter bei ihren Aufgaben unterstützt.

Am Projekt nehmen Vertreterinnen aus vier Jugendamtsbezirken und den jeweiligen freien Trägern und den Arbeitsagenturen/Jobcentern teil.

In zentralen „Entwicklungswerkstätten“ entwickeln die Jugendämter und ihre Partner lokal abgestimmte, verbindliche Übergangskonzepte. Diese setzen auf der Angebots-, Gewährungs- und Steuerungsebene an. Ausgangspunkt sind die jeweiligen lokalen Bedingungen. Um den (Weiter-)Entwicklungsbedarf vor Ort ausmachen zu können, sind in einer ersten Phase folgende Fragen zu klären:

  1. Angebotsebene:
  2. a) Wie werden junge Menschen während und nach der Erziehungshilfe auf die Phase der Selbstständigkeit vorbereitet und in dieser Phase begleitet?
  3. b) Wie werden die Themen Bildung und Teilhabe, Schule und Ausbildung, Freizeit, Finanzen, soziale Netzwerke, Wohnen und Gesundheit bisher konzeptionell berücksichtigt?
  4. c) Welche niedrigschwelligen Angebote zur ganzheitlichen Beratung in Fragen des Übergangs gibt es für junge Frauen und Männer zwischen 16 und 25 Jahren?
  5. Gewährungsebene:
  6. a) Wie sieht die aktuelle Praxis von Gewährung zur Hilfe für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII aus?
  7. b) Welche fachliche Rahmung und welche Konzepte braucht es, um die Verselbständigung zu fördern, die Wirksamkeit und Erfolgsaussichten zu erhöhen und (vorzeitige) Abbrüche zu reduzieren?
  8. c) Wie wird eine umfassende Partizipation der Adressatinnen und Adressaten bei der Zielformulierung und der inhaltlichen Gestaltung der Hilfe gewährleistet?
  9. Steuerungsebene:
  10. a) Wie kann eine eigene Pädagogik für junge Volljährige, orientiert an ihrer Lebenslage und Lebenswirklichkeit sowie an ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen aussehen?
  11. b) Wie muss auf der kommunalen Ebene an den Verbindungsstellen zwischen Jugendamt, freien Trägern der Jugendhilfe und anderen Akteuren zusammengearbeitet werden, damit kein junger Mensch zurückgelassen wird?
  12. c) Welche Aspekte der Übergangsbegleitung werden bislang im Rahmen der Jugendhilfeplanung berücksichtigt?

Durch die gemeinsame Arbeit sollen Synergieeffekte entstehen: Die teilnehmenden Jugendämter erarbeiten auf kommunaler Ebene Konzepte, stellen diese einander vor und diskutieren sie. Dieser Prozess wird wissenschaftlich begleitet und durch Fachberaterinnen des LWL-Landesjugendamtes unterstützt. Die Entwicklung findet unter Einbeziehung von „Expertinnen und Experten in eigener Sache“ aus dem Care Leaver-Netzwerk statt.

 

Dauer:

2016-2018

Leitung:

Prof. Dr. Dirk Nüsken

Kooperation-/Praxispartner:

Neukirchener Jugendhilfe-Institut (NJI), An-Institut der EvH RWL Bochum (wissenschaftliche Begleitung und Evaluation)

Peter Lucasczyk, Jugendhilfe-Consulting, Solingen

Transferleistungen des Projekts:

Unterstützung und Synergieeffekte für die teilnehmenden Jugendämter/freien Träger/Arbeitsagenturen/Jobcenter

partizipative Entwicklung von Übergangskonzepten (unter Einbeziehung von Expert_innen aus dem Care Leaver-Netzwerk)

Ergebnisse/Veröffentlichungen:

liegen noch nicht vor

Projekttyp:

Drittmittelforschung im Auftrag des Landesjugendamts Westfalen-Lippe (LWL)