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Innovative Hochschule: Die Scooky-App
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Innovative Hochschule: Die Scooky-App

Weil im oft hektischen Schul-Alltag der Austausch zwischen Lehrern und Lehrerinnen, Schul-Sozialarbeiter_innen und Mitarbeitenden der Offenen Ganztagsschule bisweilen auf der Strecke bleibt, haben sich drei junge Talente aus dem Ruhrgebiet eine Lösung ausgedacht. Die so genannte „Scooky-App“ kann als „digitales Klassenbuch verstanden werden“, wie Dennis Sluyterman van Langeweyde, EvH-Studierender der Gemeindepädagogik, erläutert. Gemeinsam mit Christoph Behning (Betriebswirtschaft, FH Dortmund) und dem Informatiker Benedikt Bartscher von der TU Dortmund hat er das Andersgründer-Stipendium erhalten, um in den Social Impact Labs Duisburg an der Umsetzung zu tüfteln.

Herausgekommen ist eine App mit mannigfaltigen Funktionen. Ob Sozialverhalten der Schüler_innen, persönliche Daten wie etwa Allergien, Stundenpläne, Termine, Nachhilfebedarf oder auch Noten: In der App wird all jenes festgehalten, was für die Kolleg_innen im Arbeitsalltag relevant ist. Ein digitaler Austausch also - jedoch nicht als Ersatz für das persönliche Gespräch, „sondern eher als Ergänzung, wenn der Alltag das nicht zulässt“, merkt Dominic Prüßner an. Der Referent für Forschungs- und Transfermanagement im Transfermetzwerk „s_inn“ wirbt in Sachen „Scooky-App“ an Schulen für das neue Angebot und holt die Leitungen der Evangelischen Landeskirchen mit ins Boot, die sich als Schulträger bereits aufgeschlossen gezeigt haben.

Erste Türen wurden so bereits geöffnet – etwa die zur Hans-Ehrenberg-Schule in Bielefeld oder der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck. Die Schulen sind die ersten, die mit der App 2019 einen Testlauf starten möchten. Wie Sluyterman van Langeweyde betont, verfügt „Scooky“ über einzelne Module, mit denen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schule eingegangen werden kann. Überdies ist die App mit dem bereits bestehenden Verwaltungsprogramm des Landes NRW via Schnittstelle verknüpfbar. In punkto Bedienbarkeit und Nutzen ist eine Evaluation seitens der EvH RWL in Form eines Testlaufes und einer Bachelorarbeit angedacht.

„Ziel des Ganzen ist“, bilanziert Dominic Prüßner, „dass Kommunikation und Arbeitsstrukturen aller Akteure einer Ganztagsschule verbessert werden und der Unterricht optimal vor- und nachbereitet werden kann.“ Auch für die Schüler_innen zahlt sich das aus: Denn wenn OGS-Mitarbeitende alle Infos auf einen Blick parat haben, bleibt mehr Zeit, um sich um die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu kümmern.

Die Scooky-Entwickler und Dominic Prüßner
Die Scooky-Entwickler und Dominic Prüßner freuen sich über die Zusage der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen.