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Werkstatt zur Qualitätsentwicklung
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Werkstatt zur Qualitätsentwicklung (gem. § 79 a SGB VIII) für das Arbeitsfeld „Hilfe zur Erziehung“

Zahlreichen Jugendämtern fällt es aktuell schwer, die Ziele der gesetzlichen Vorgaben des § 79a SGB VIII umzusetzen. Insbesondere die kleineren Jugendämter in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern haben kaum personelle Ressourcen, diese Aufgaben zu bewältigen – zumal auch die Jugendhilfeplanung kaum umgesetzt wird. Aber auch in größeren Gebietskörperschaften gibt es neben Einzelprojekten keine systematischen Qualitätssicherungssysteme.

Zum anderen fehlt es an Handwerkszeug, wie sich Qualitätsentwicklung organisatorisch und fachlich umsetzen sowie in den Jugendhilfealltag implementieren lässt. Die nach wie vor steigenden Kosten der Hilfen zur Erziehung führen in den Kommunen zu nachhaltig erheblichen Steuerungsproblemen. Qualitätsentwicklung ist hierbei eine wichtige Steuerungsvoraussetzung, da erst dadurch die steuerungsrelevanten Systempunkte identifiziert und beeinflusst werden können.

Das Transferprojekt „Qualitätsentwicklungswerkstätten“ hat sich daher folgendes Ziel gesetzt: 37 Jugendämter aller Größenordnungen aus NRW entwickeln und reflektieren im Rahmen eines Werkstattverfahrens exemplarisch am Arbeitsfeld „Hilfe zur Erziehung“ die Grundlagen und Entwicklungslinien einer Qualitätsentwicklung (gemäß der gesetzlichen Vorgaben des § 79a SGB VIII).

Dabei ermöglicht es die Werkstattreihe (acht Werkstätten à zwei Tage) den beteiligten Jugendämtern, innerhalb des Förderzeitraums ein Qualitätsmanagementsystem aufzubauen. Die einzelnen Module sind so konzipiert, dass eine Übertragung des Gelernten in andere Felder der Jugendhilfe grundsätzlich möglich ist.

Da aufgrund der unterschiedlichen Größen der Gebietskörperschaften die Steuerungsfragen unterschiedlich sind, werden drei Cluster von Werkstätten durchgeführt:

Cluster I: Jugendämter in Gebietskörperschaften unter 50.000 Einwohner

Cluster II: Jugendämter in Gebietskörperschaften von 50.000 bis 150.000 Einwohner

Cluster III: Jugendämter in Gebietskörperschaften ab 150.000 Einwohner

Die Module beinhalten u.a. folgende Themenfelder:

  1. Grundlagen der Qualitätsentwicklung und strukturelle Einbindung in die Jugendamtspraxis
  2. Kernprozesse in den Hilfen zur Erziehung
  3. Personalwesen (u.a. Gewinnung, Qualifizierung, Personalbemessung)
  4. Beteiligung und Beschwerdewesen
  5. Anbieter und Anbietersteuerung
  6. Steuerungsmodelle
  7. Wirkung und Evaluation
  8. Controlling und Berichtswesen
  9. Kinderschutz, Inobhutnahme, Frühe Hilfen
  10. Reform des SGB VIII

 

Dauer:

2016-2018

Leitung:

Prof. Dr. Dirk Nüsken

Kooperation-/Praxispartner:

Peter Lucasczyk, Jugendhilfe-Consulting, Solingen

Transferleistungen des Projekts:

Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems für die beteiligten Jugendämter i.R. eines partizipativen Werkstattverfahrens

Ergebnisse/Veröffentlichungen:

liegen noch nicht vor

Projekttyp:

Drittmittel des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW