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Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik:
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Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik: "Eine rechtsradikale Internationale? Die Identitäre Bewegung in Europa"

13.12.2017 / Ort: EvH RWL

Rechtsradikale Positionen und Aktionen mobilisieren vermeintlich unterdrückte Gruppen und Meinungen für eine autoritäre Staatlichkeit, gegen Einwanderung und gegen eine plurale, multikulturelle Bevölkerungsstruktur.
Der von den „Identitären“ gegen Geflüchtete gerichtete Slogan „Pro Border - Pro Nation - Grenzen schützen Leben“ zeigt den Versuch einer moralischen Legitimation, menschenrechtliche Grundsätze zu missachten. Ihre gemeinsame Vorstellung ethnisch geschlossener Nationalstaaten erzeugt paradoxerweise eine Internationalisierung ihrer Ideologie, die sich auch in westlichen Demokratien breit macht. In Verbindung ihrer nationalistischen Ideologie mit einer Kritik an einer kapitalistischen Globalisierung beansprucht die neue Rechte außerdem moralisches Kapital für sich.
 
Prof. Dr. Micha Brumlik hinterfragt am 13. Dezember von 16 bis 17.30 Uhr an der EvH RWL die Ursachen für die Resonanz auf diesen Rechtsradikalismus – nicht zuletzt in akademischen Milieus – und sucht nach möglichen Antworten. Brumlik lehrte am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M.. Seit Oktober 2013 ist er Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, von 2000 bis 2005 leitete er das Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/M.
 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum,
und im Rahmen der "Initiative gegen Rechtsextremismus" des Runden Tischs Weiterbildung Bochum.
 
Der Eintritt ist frei.

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