Menu
Klar dagegen: Strategie gegen Rechts
Bild verkleinern

Klar dagegen: Strategie gegen Rechts

Die EvH Bochum hat Leitlinien zum Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus verabschiedet und setzt damit ein deutliches Zeichen für demokratische Kultur, Vielfalt und den Schutz ihrer Hochschulmitglieder. Die Hochschule reagiert damit auf ein gesellschaftliches Klima, in dem rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen zunehmend an Sichtbarkeit und Einfluss gewinnen – auch an Hochschulen.

„Auch bei uns am Campus müssen wir leider mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Einflüssen rechnen“, erklärt Rektorin Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann die neu verfassten Leitlinien. „Hier wollen wir Vorsorgen treffen, um gegebenenfalls konsequent handeln zu können. Als wissenschaftliche Institution und Ort gelebter Vielfalt trägt unsere Hochschule eine besondere Verantwortung: Sie schützt Studierende und Beschäftigte vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt und sichert zugleich die Freiheit von Lehre und Forschung. Die neuen Leitlinien verdeutlichen, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Ideologien unvereinbar sind mit den Werten der EvH Bochum und ihrem gesetzlichen Auftrag, Gleichwertigkeit, Menschenwürde und demokratische Grundprinzipien zu verteidigen“, so Prof. Graumann weiter.

Die neuen Leitlinien beschreiben drei zentrale Handlungsbereiche:

  • 1. Sicherer Campus:
    Die EvH Bochum versteht sich als diskriminierungsfreien Raum. Rechtspopulistische oder rechtsextreme Äußerungen und Handlungen werden klar benannt, adressiert und – wo nötig – sanktioniert. Betroffene erfahren Unterstützung, Lehrende und Mitarbeitende Orientierung und Handlungssicherheit.
  • 2. Lehre mit Haltung:
    Als Ausbildungsort für soziale, gesundheitliche und pädagogische Berufe bereitet die Hochschule ihre Studierenden darauf vor, rechtspopulistischen und rechtsextremen Argumentationen im Berufsalltag kompetent zu begegnen und gefährdete Gruppen zu schützen.
  • 3. Forschung & Transfer:
    Die EvH versteht sich als Ort politischer Bildung und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Forschung zu sozialer Ungleichheit, Rassismus, Migration, Gender, Queerness oder Disability ist zunehmend Ziel rechtspopulistischer Angriffe. Die Hochschule stellt sich schützend vor ihre Wissenschaftler_innen und betont: Es gibt kein politisches „Neutralitätsgebot“, das die kritische Thematisierung antidemokratischer Ideologien verbieten würde.

„Der trügerische Mythos vom sogenannten Neutralitätsgebot ist schlichtweg falsch und eine Erfindung von repressiven Kräften wie der AfD. Damit sollen demokratiefördernde Bildung und eine kritische Haltung gegenüber ihrer demokratiefeindlichen Politik an Schulen und Hochschulen verhindert werden. Dabei ist genau das Gegenteil korrekt: Wir dürfen uns gar nicht neutral zu demokratiefeindlichen Bestrebungen verhalten. Als Hochschule sind wir vielmehr zu politischer Bildung und Transfer verpflichtet, die das Ziel verfolgt, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu schützen“, betont Prof. Graumann.

Mit den Leitlinien bekräftigt die EvH Bochum ihren Anspruch, ein sicherer, reflektierter und demokratischer Lernort zu sein – und aktiv Verantwortung in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zu übernehmen.

Weitere Informationen:

Die neue Leitlinie der EvH Bochum zum Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus finden Sie hier zum Download.

Zurück