So viele Teilnehmende aus so vielen unterschiedlichen Kulturen gab es bisher noch nie: Mitte Juli ist das „International Semester Programme“ (kurz ISP) an der EvH zu Ende gegangen. Insgesamt acht Studierende aus fünf Ländern absolvierten erfolgreich ein Studiensemester in Bochum – fünf von ihnen kamen aus Ländern des Globalen Südens, vier Teilnehmende wurden mit dem Erasmus+-Programm der EU gefördert, vier weitere durch die Unterstützung des „COME IN“-Programms, das von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) finanziert wird.
An der feierlichen Abschlussfeier nahmen Lehrende, Gäste und EvH-Studierende teil. Es war ein Event, das gleichermaßen von Freude und Wehmut geprägt war: „Wehmut angesichts des Abschieds von so vielen Freundschaften und lieben Menschen“ (Rümeysa, Türkei) – „lieben Menschen, die zuhören und ihre Perspektiven und Meinungen teilen“ (Zuzana, Tschechien) – und von „einer zweiten Familie, die immer an meiner Seite ist“ (Kesya, Indonesien). Aber auch Freude darüber, ein Semester voller „großartiger Lehrveranstaltungen und Exkursionen mit Theorien, Wissen und bewährten Verfahren, die man mit nach Hause nimmt“ (Rivo, Indonesien), verbracht zu haben.
Alle Teilnehmenden betonten, wie bereichernd und interessant die Seminare und Exkursionen waren: „Aus Deutschland nehme ich die Schönheit der Vielfalt, die Kraft der Inklusion und die Erkenntnis mit, dass uns unterschiedliche Kulturen gemeinsam stärker machen”, sagt Jerutson aus Sri Lanka. Doch die wertvollsten Erfahrungen ergaben sich aus den persönlichen Begegnungen: „Ich kam in der Hoffnung, ein neues akademisches Umfeld zu erleben, aber ich nehme neue Freundschaften, unterschiedliche Perspektiven und all das Wissen mit nach Hause”, bilanziert Chloe aus Südafrika. Teilnehmerin Rana aus der Türkei ergänzt: „Das Wichtigste, was ich mitnehme, ist nicht nur der Wissenszuwachs, sondern die Begegnung mit Menschen, die den eigenen Blick auf die Welt verändern. Ich bin mit Fragen hier hergekommen und gehe mit einem erweiterten Horizont, wertvollen Verbindungen und einem Herzen voller Dankbarkeit.“
Genau das mache das ISP zu einem Erlebnis, das mir die Augen geöffnet und meine Sicht auf die Welt verändert habe, meint Jerutson. Es bot außerdem die „Chance, eine neue Version meiner selbst zu entdecken”, meint Kesya. Während „ich lerne, wer ich bin und was ich als Nächstes tun möchte”, so Yunike aus Indonesien.
Vertreter der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) und des Oikos-Instituts der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) sowie Dirk Nüsken, Prorektor für Internationalisierung an der EvH, betonten den enormen Wert dieser Erfahrungen, da sie die Sichtweisen der Teilnehmenden prägen und ihr weiteres Studium sowie ihren beruflichen Werdegang beeinflussen. Gemeinsam mit den Lehrenden hoben sie die Neugier und Wissbegier der diesjährigen Gruppe hervor und ermutigten die Teilnehmenden, sich diesen Forschergeist sowie die Kultur des respektvollen, aber kritischen Austauschs zu bewahren. Dank eines selbstgestalteten Videos der studentischen Hilfskräfte, die die Studierenden während des gesamten Semesters begleitet hatten, erhielten alle einen Einblick in die inspirierenden Veranstaltungen und unterhaltsamen Freizeitaktivitäten, die die Gruppe in diesem Jahr gemeinsam erlebt hatte.
Was ist das ISP?
In dem englischsprachigen Lehrprogramm können Studierende von internationalen Partnereinrichtungen ein komplettes Semester an der EvH Bochum studieren. In dieser Zeit sammeln sie 30 Credit Points, die sie sich in der Heimat anrechnen lassen können – „und natürlich viele wertvolle Erfahrungen und Freundschaften fürs Leben“, ergänzt Chris Lafleur-Klän vom International Office.
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(© EvH Bochum)
With that, another iteration of the “International Semester Programme” has concluded with the biggest group of participants to date. A total of 8 participants from 5 countries successfully studied at EvH Bochum throughout the summer semester, with five students joining from countries of the Global South. Four of them came via the EU’s Erasmus+ programme, with another four joining thanks for COME IN support, financed by the United Evangelical Mission (UEM).
Yesterday’s Closing Ceremony was packed with lecturers, guests and local students who wanted to be part of seeing off our international participants. It was an occasion marked by joy and sadness in equal measure: The sadness of leaving behind so many “friendships and kind people” (Rümeysa, Türkiye) - “kind people, people who are listening and share their perspectives and opinions” (Zuzana, Czech) – “a second family who is always beside me” (Kesya, Indonesia). But also the joy of celebrating a semester full of “great classes and visits [with] theories and knowledge and best practices [to] bring back home” (Rivo, Indonesia).
All the participants stressed how meaningful and interesting the seminars and excursions were: “From Germany, I take with me the beauty of diversity, the power of inclusion and the lesson that different cultures make us stronger together” (Jerutson, Sri Lanka). However, consistently, the most valuable learnings came from the personal encounters: “I arrived hoping to experience a new academic environment but I will take home with me the friendships I made, the different perspectives and all the knowledge.” (Chloe, South Africa), or as Rana (Türkiye) put it: “My biggest take away is not only about gaining knowledge – it is about meeting people who change the way you see the world. I came here with questions, and I leave with a wider perspective, meaningful connections and a heart full of gratitude. This is what made the ISP “an eye opener that changed the way I see the world” (Jerutson) with the chance to discover “a new version of myself” (Kesya) where “I am learning what I am and what I want to do next” (Yunike, Indonesia).
The representatives of the United Evangelical Mission (UEM) and the Oikos institute of the Evangelical Church of Westphalia (EKvW), as well as the vice-rector for internationalization, stressed the incredible value of these experiences as shaping the participants’ perspectives and informing their studies and work going forward. Along with the lecturers, they highlighted the curious and inquisitive nature of this year’s group and encouraged them to maintain their spirit of inquiry and respectful, but critical discussion. Thanks to a beautifully cut video from the programme’s student assistants, who supported the students throughout the semester, everyone got an insight into the inspiring events and fun extracurricular activities that the group got to share this year.