Rund 550 Erstsemester-Studierende beginnen jetzt ihr Studium an der EvH Bochum. Erstmals können sie dabei in den neuen dualen Bachelor-Studiengängen „Soziale Arbeit“ sowie „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik“ Studium und Beruf von Anfang an miteinander verbinden. Das Angebot trifft auf eine Zeit, in der soziale und gesundheitliche Berufe angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und steigender Anforderungen besonders gefordert sind. Auch zwei neue Master-Studiengänge starten in diesem Semester an der EvH Bochum.
Wie sich Studium und Beruf flexibel verbinden lassen, zeigt Steffen Spieker: Der 25-Jährige beginnt im Wintersemester sein duales Studium in der Sozialen Arbeit und unterstützt bei der Evangelischen Jugendhilfe Bochum bereits Minderjährige mit Fluchthintergrund. Er begleitet sie zu Behördengängen oder Arztterminen und betreut verschiedene Wohnformen: „Ich mag es, eng mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten, sie zu stärken und die positiven Entwicklungen zu sehen. Ich bin darum sehr dankbar, dass das Studium einen so großen praktischen Anteil hat.“ Auch für Leon Kalinowski ist die Verbindung von Studium und Praxis ein wichtiger Aspekt. Der 22-Jährige aus Dortmund arbeitet bei der Caritas in Herne: „Gerade im sozialen Bereich finde ich es wichtig, schon neben dem Studium Arbeitserfahrung zu sammeln. Das Zusammenspiel aus Theorie und Praxis funktioniert sehr gut und wir haben die Chance, das Gelernte direkt in unserer täglichen Arbeit umzusetzen.“ Diese Möglichkeit schätzt auch Jonas Hansmeier, 21 Jahre, der bei der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Overdyck arbeitet: „Ich bin momentan in einer Intensiv-Wohngruppe, in der ich Jugendliche mit psychischen Erkrankungen betreue.“ Im Studium will er sich weiter professionalisieren, „gut durchkommen und nette Leute kennenlernen“, wie er sagt.
Wie funktioniert das duale Studium?
Das duale Studium in den Studiengängen „Soziale Arbeit“ und „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik“ an der EvH Bochum besteht aus 50 % Studium, 50 % Arbeit. Es verbindet die Inhalte aus dem Studium mit festen Praxiseinheiten bei den Partnerinstitutionen der Hochschule. „Das neue Angebot kommt der Lebensrealität vieler Studierender entgegen, die Studium und berufliche Tätigkeit miteinander verbinden möchten oder müssen. Eine entsprechende Vereinbarung mit den kooperierenden Einrichtungen sichert nicht nur die Finanzierung der Studienzeit, sondern dient zugleich der kontinuierlichen Qualifizierung im Arbeitsfeld“, sagt Dekanin Prof. Dr. Kristin Sonnenberg. In sieben Semestern erwerben die Studierenden fundiertes Wissen in zentralen Disziplinen wie Sozialer Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Ethik und Recht. Ziel ist es, Menschen in herausfordernden Lebenslagen professionell zu unterstützen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten.
Beliebteste Studiengänge
„Soziale Arbeit“ bleibt die erste Wahl unter den neuen Studierenden: Rund 33 Prozent der Neueinschreiber_innen haben sich für den Bachelorstudiengang im Vollzeit-Studium entschieden. Mit 19 Prozent folgt „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik“. Bei den Masterstudiengängen führt weiterhin „Management, Ethik und Transformation sozialer Organisationen“, für den sich rund sechs Prozent entschieden haben. Einen gelungenen Start legt auch der neue Masterstudiengang „Pflegepädagogik“ hin: 24 Neueinschreiber_innen sind dort in diesem Semester gestartet. Die Studienplatzvergabe ist noch nicht gänzlich abgeschlossen – wegen noch laufender Losverfahren beziehen sich alle statistischen Angaben auf den 25. September 2026.

Studieren Soziale Arbeit erstmals dual (v.l.): Leon Kalinowski, Steffen Spieker und Jonas Hansmeier wollen an der EvH Bochum Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbinden. (© EvH Bochum).
Wer nach einem Studium mit Sinn sucht, ist an der EvH Bochum bestens aufgehoben. Alle Studiengänge sind im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen angesiedelt. Es gibt viele Möglichkeiten in Teilzeit oder dual zu studieren. Außerdem sind im Wintersemester 2026/27 gleich zwei neue Masterstudiengänge gestartet, in denen sich Interessierte weiterqualifizieren können:
Weitere Infos:
https://www.ich-will-sinn.de