Die Herausforderungen für unsere Gesellschaft werden immer komplexer: Fachkräftemangel, wachsende Diversität und komplexe soziale Anforderungen machen deutlich, wie wichtig gut ausgebildete Fachkräfte im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen sind. Zum Semesterstart an der EvH Bochum haben sich jetzt rund 300 neue Studierende bewusst für ein Studium entschieden, das sie darauf vorbereitet, Verantwortung in diesen wichtigen Bereichen zu übernehmen.
So wie Lisa Kettler und Hoda Al-Qattan. Die beiden 20-Jährigen haben sich für den Bachelor-Studiengang „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik“ eingeschrieben. Hier lernen sie, Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen bestmöglich zu unterstützen: „Es hat mich schon immer sehr interessiert, in die soziale Richtung zu gehen“, erzählt Hoda Al-Qattan. „Ich war vorher auf einer Fachoberschule für Sozialwesen und habe anschließend schon zwei Jahre in einer Behinderten-Werkstatt gearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen und mir gezeigt, dass ich gezielt Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen möchte.“ Auch Lisa Kettler konnte beim Internationalen Jugendfreiwilligendienst erste prägende Erfahrungen sammeln: „Ich habe das vergangene Jahr in Schottland verbracht und dort sehr viel mit Menschen mit Beeinträchtigungen gearbeitet und zusammengewohnt. Dabei habe ich mich in diese Arbeit verliebt. Schon nach ein paar Wochen wusste ich, dass ich längerfristig in dem Bereich arbeiten möchte. Eine Freundin, die an der EvH gerade ihre Bachelor-Arbeit schreibt, hat mir die Hochschule empfohlen. Und hier bin ich!“

Hoda Al-Qattan und Lisa Kettler (v.l.n.r.) starten gemeinsam mit rund 300 Erstsemester-Studierenden an der EvH Bochum in eine neue Lebensphase. (© EvH Bochum).
Beliebteste Studiengänge
Zum Start des neuen Semesters zeichnet sich an der EvH ein vertrautes Bild ab: Der Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ bleibt der beliebteste Studiengang an der Hochschule. Rund 68 Prozent der Studienanfänger_innen haben sich hierfür entschieden. Bemerkenswert ist dabei, dass etwa jede zweite Person bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hat und das Studium gezielt zur Weiterqualifizierung nutzt – ein Trend, der sich seit einigen Jahren fortsetzt. Das hat auch insgesamt Auswirkungen auf die Altersstruktur: Rund 66 Prozent der Studienstarter_innen an der EvH sind älter das 23. (Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt laut Statistischem Bundesamt aktuell bei 19,6 Jahren.) Auf den weiteren Plätzen im Beliebtheits-Ranking folgt der Bachelor-Studiengang „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik“, für den sich 18 Prozent entschieden haben, sowie der Master-Studiengang „Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung“ mit einem Anteil von 10 Prozent. Die Studienplatzvergabe ist noch nicht gänzlich abgeschlossen – wegen noch laufender Losverfahren beziehen sich alle statistischen Angaben auf den 31. März 2026.
Eins haben dabei alle Studiengänge gemeinsam: An der EvH stehen ein gutes Miteinander und viel Praxiserfahrung im Vordergrund. Das betonte auch Rektorin Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann bei der Begrüßung der Erstsemester im vollbesetzten Auditorium: „Wir begegnen uns hier auf Augenhöhe und wir laden Sie herzlich ein, mitzudiskutieren und sich zu engagieren. An der EvH haben sie viele Möglichkeiten, Praxiserfahrung zu sammeln und verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. So erwerben Sie das Wissen und die Kompetenzen, um künftig Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen und aktiv an der Gestaltung einer inklusiven, gerechten Gesellschaft mitzuwirken.“