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EvH-Delegation reist in Autonome Region Kurdistan
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EvH-Delegation reist in Autonome Region Kurdistan

Bereits zum zweiten Mal hat eine EvH-Delegation die Autonome Region Kurdistan besucht. Das Projektteam reiste im Rahmen des Folgeprojekts "Cooperation between Bochum and Sulaimani Universities nowadays II" (CoBoSUnin II), das durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) bewilligt worden war. Mit dabei: die Projektleiterinnen Prof. Dr. Cinur Ghaderi und Prof. Dr. Kristin Sonnenberg, die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa-Marie Dünnebacke und die Studierende des Bachelor-Studienganges Soziale Arbeit, Julika Rundnagel.

Mit der Reise begann die Intensivierungsphase des Projekts, das Anfang 2016 entstanden war. Ziele sind, Konzepte und Maßnahmen zur Modernisierung des Standardcurriculums der University of Sulaimani (UoS) zu erarbeiten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und den Studiengang Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft zu etablieren.

Nicht allein, dass die Teilnehmer_innen auf ihrer Reise viele neue Eindrücke von Land und Kultur sammelten, evaluierten und reflektierten sie doch auch das Anbahnungsprojekt CoBoSUnin I. Hilfreich war dabei ein wohl strukturierter Wochenplan. Überdies planten sie mögliche Themen und Prozesse der nächsten Reisen, lernten die Hochschulstrukturen der University of Sulaimani kennen, besuchten eine Lehrveranstaltung, führten Forschungsinterviews, diskutierten eine gemeinsame Publikation und intensivierten bestehende Prozesse.

Im Fokus standen dabei die Aufbereitung und Entwicklung des Moduls innerhalb des UoS-Fachbereichs Soziale Arbeit in Hinblick auf Themen wie Internationale Soziale Arbeit, Ethik, Gender, Beratung und Supervision. Auf der Agenda fanden sich darüber hinaus die Einführung von Praxisbegleitungen sowie das Evaluationskonzept, das von Prof. Dr. Kristin Sonnenberg und Prof. Dr. Cinur Ghaderi entwickelt worden war.

Im Anschluss an ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Gender Studies besuchten die Delegationen eine seit 2004 aktive Nichtregierungsorganisation, die sich für die Rechte verschiedener Genderidentitäten einsetzt. Dabei erwogen sie mögliche Kooperationen von Praxisfeldern mit den wissenschaftlichen Teilbereichen Sozialer Arbeit. Auch knüpften sie erste Kontakte zum UoS-Fachbereich Bildende Kunst, mit dem Ziel, ästhetische Bildung, ähnlich wie an der EvH, für die Lehre und Praxis Sozialer Arbeit fruchtbar zu machen.

Im Juli dieses Jahres ist ein erneuter Gegenbesuch der kurdischen Delegation in Bochum geplant. Auf dem Programm stehen Workshops zu Themen wie Beratung und Supervision, Interkulturalität sowie Praxisbegleitung - angeleitet von Kollegen und Kolleginnen der EvH.

 

 

 

 

 

 

 

V.l.: Dr. Zaya Qader, Dr. Luqman Karim, Kale Salih (Studentin), Shatw Hassan (Studentin), Prof. Dr. Niyan Sabir (Kurdische Delegation); Prof. Dr. Cinur Ghaderi, Julika Rundnagel, Prof. Dr. Kristin Sonnenberg, Lisa-Marie Dünnebacke

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