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EvH-Studierende verwandeln Klohäuschen in Kultur-Ort
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EvH-Studierende verwandeln Klohäuschen in Kultur-Ort

Studierende aus mehreren EvH-Seminaren um Prof. Dr. Helene Skladny, Matthias Schamp, Dr. Stephan Strsembski und Daniel Sadrowski verwandeln derzeit ein ehemaliges Klohäuschen in der Bochumer City in einen lebendigen Kultur-Ort. Die ehemalige Bedürfnisanstalt am Schwanenmarkt 1/Einmündung Castroper Straße, die von der Stadt zur Verfügung gestellt worden war, wurde am Samstag, 9. November, um 19 Uhr eröffnet (mit "Action & Remmidemmi, Film, Fun & Feuertonne. Und natürlich Musik. Motto: Die Mauer muss weg!")

Ausstellungen, Lesungen, Diskussionsrunden, Aktionen etc. für alle Bochumer Bürger_innen: In dem seit ca. 15 Jahren leerstehenden Kiosk- und Toilettenhaus entsteht ein temporäres Labor für Kunst und soziale Recherche. Zugleich soll der "Schwanenmarkt" als Basislager für Projekte im öffentlichen Raum genutzt und damit der Ort und sein unmittelbares Umfeld aufgewertet, erforscht und vor allem auch in Hinblick auf seine utopischen Potenziale befragt werden.

Da es sich um Studierende der Sozialen Arbeit (Modul: Ästhetische Bildung und Medienkompetenz) handelt, liegt der Fokus auf der Verknüpfung von Kultur (auch Alltagskultur) und sozialen Fragen. Mindestens zehn Seminare (rund 200 Teilnehmer_innen) sind involviert.

Das EvH-Team um Prof. Dr. Helene Skladny, den Lehreauftragten und Kunstwissenschaftler Dr. Stephan Strsembski sowie die Künstler Matthias Schamp, Gilbert Geister und Daniel Sadrowski hat bereits diverse Projekte u. a. in Zusammenarbeit mit dem Museum Bochum realisiert. So etwa 2017 die Ausstellung: "Sammeln, Sammeln,Sammeln" und "Das Haustierprojekt", die überregional viel beachtet wurden (Berichterstattung in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, bei WDR Scala, dem Kunstforum international). Das Team ist optimistisch, mit "Schwanenmarkt" an den Erfolg anzuknüpfen.

Das Bochumer Kunstmuseum unterstützt das Projekt logistisch und mit der Einrichtung einer Ausstellung (April 2020). Konkret geplant sind u. a. eine historische Ausstellung zur Geschichte des Schwanenmarkts, eine Gender-Geisterbahn (Installation in den ehemaligen Toilettenanlagen), eine Gesprächsreihe zu: Stadt und Utopie, nächtliche Videoprojektionen auf der großen Schaufensterscheibe in Zusammenarbeit mit dem Skulturenmuseum Glaskasten Marl, (das ebenfalls kooperieren will), Installationen und Aktionen in Zusammenarbeit mit Künstler_innen und Bochumer Bürger_innen.

So wird ein von Leerständen und Verwahrlosung geprägter sowie stadtgeschichtlich bedeutsamer und zentraler Ort verschönert, belebt und nachhaltig ertüchtigt. Die Aktivitäten (Ausstellungen, Gesprächsreihen, Projekte im öffentlichen Raum etc.) dienen der Erforschung der Stadt und ihrer Geschichte und bereichern zugleich das kulturelle
Leben. Das Projekt sieht sich auch auf einer Linie mit Bestrebungen seitens der Stadt, Lehre und studentisches Leben im Stadtbild sichtbar werden zu lassen.

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