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38. Westdeutscher Betreuungsgerichtstag
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38. Westdeutscher Betreuungsgerichtstag

17.03.2026 / Ort: EvH Bochum, Auditorium

Neue Perspektiven in bewegten Zeiten
Migration, Trauma, Schnittstellen – Der Blick auf das Ganze

Gesellschaftliche Umbrüche wirken sich spürbar auf die Arbeit in der rechtlichen Betreuung aus. In diesem Jahr richten wir beim 38. Westdeutschen Betreuungsgerichtstag den Blick bewusst auf ein breites Spektrum aktueller Themen: den Umgang mit Migration in der Betreuung, Fragen rund um psychisch erkrankte Straftäter und ihre öffentliche Wahrnehmung, die wachsende Bedeutung von Traumafolgestörungen, sowie Herausforderungen an wichtigen Schnittstellen – etwa im Entlassmanagement oder in der Zusammenarbeit mit Banken. Wie immer bringen wir fachübergreifend Fachpraxis, Wissenschaft und Erfahrungen aus der rechtlichen Betreuung zusammen und laden dazu ein, sich zu vernetzten, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, voneinander zu lernen und gemeinsam gute Lösungen zu entwickeln.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Die BGT-Regiogruppe-West

Anmeldung

Die Anmeldung vorher unter www-bgt-ev.de ist erforderlich. Das Tagungsbüro ist ab 12:00 Uhr geöffnet.

Tagungsgebühr:

  • Mitglieder: 25,00 Euro
  • Nichtmitglieder: 39,00 Euro
  • (Studierende der EvH Bochum können kostenlos am Programm teilnehmen. Eine Anmeldung ist dennoch erforderlich).

Imbiss & Getränke:

Ein Catering-Service wird ab 12:00 Uhr und in der Pause mit Snacks, kalten Getränken sowie Kaffee und Kuchen für unser leibliches Wohl sorgen.

Programm

Moderation: Barbara Dannhäuser

13:00 Uhr Plenum – Begrüßung

  • Begrüßung
    Prof. Dr. Andreas Bauer EvH Bochum
  • Aktuelle Entwicklungen im BGT
    Elmar Kreft Geschäftsführer BGT e.V.,Bochum

13:15 Uhr Trauma im Blick:

  • Grundlagen, Warnsignale und traumasensible Kommunikation in der rechtlichen Betreuung
    Josefine Hirdes Leitende Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Traumafolgestörungen, Mühlheim

14:00 Uhr Jenseits der Schlagzeilen:

  • Differenzierte Forschungserkenntnisse zu psychisch erkrankten Straftätern
    Dr. Simone Efkemann LWL-Universitätsklinikum Bochum der RUB, Psychologin und Polizeiwissenschaftlerin

14:45 Uhr Kaffeepause

15:15 Uhr Arbeitsgruppen

16:45 Uhr Abschluss

 

Themen der Arbeitsgruppen:

AG 1: Rechtliche Betreuung und Migration: Kultursensibel begleiten, verstehen und unterstützen

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bringen in der rechtlichen Betreuung besondere Anforderungen mit. Kulturelle Unterschiede, sprachliche Barrieren und – bei manchen – die Erfahrung von Flucht prägen ihre Situation ebenso wie die jeweilige Erkrankung. Für alle Beteiligten entstehen dadurch zusätzliche Herausforderungen, aber auch Chancen für ein sensibles, respektvolles Miteinander.

Ali Türk - Institut für Transkulturelle Betreuung e.V., Hannover
Uli Dawin – Ehrenamtlicher Betreuer, Wuppertal.

AG 2: Zwischen Abgrenzung und Kooperation Entlassmanagement, Krankenhaussozialdienst und rechtliche Betreuung

Wie können Krankenhaussozialdienste und rechtliche Betreuung im Entlassmanagement sinnvoll zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen klare Zuständigkeiten, respektvolle Kommunikation und Lösungen für typische Spannungsfelder – damit Übergänge aus dem Krankenhaus verlässlich und im Interesse der Patienten erfolgen.

Mandy Catic - rechtliche Betreuerin Leverkusen, Vorstand BGT e.V.
Viviane von Larisch - Sozialdienst GFO Kliniken Niederrhein, Leitungsteam der LAG NRW DVSG e.V.

AG 3: Krisen gemeinsam verstehen: Rückblick, Stabilisierung und Zukunftsplanung

Im Betreuungswesen begleiten wir Menschen oft durch schwere psychische Krisen – und bleiben auch danach langfristig an ihrer Seite. In dieser AG geht es darum, wie Krisen rückblickend erlebt werden, welche Bedeutung eine achtsame Nachbesprechung haben kann und wie daraus konkrete Vorsorge für zukünftige Krisen entsteht. Gemeinsam werden Wege erkundet, wie Stabilisierung, Selbstbestimmung und tragfähige Zusammenarbeit auch nach belastenden Situationen gelingen können.

Jürgen Thar – Berufsbetreuer
Florian Reisewitz - Psychiatrie-Erfahrener, Buchautor

AG 4: Geschäftsbeziehung mit Stolpersteinen: Banken und rechtliche Betreuung

Vermögenssorge berührt stets auch die geschäftliche Beziehung zu Banken – oft unkompliziert, manchmal jedoch mit erheblichen Hürden. Betreute Menschen erleben Zurückweisung, Verfügungsrechte oder Vorsorgevollmachten werden nicht akzeptiert, Formulare eingefordert oder Zugänge zu Systemen erschwert. Die ÜAG NRW hat hierzu einen praxisnahen Leitfaden entwickelt, der in diesem Treffen vorgestellt wird. Gemeinsam werden zentrale Fragen und typische Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Banken und rechtlicher Betreuung diskutiert.

Birgit Holtermann - Rechtspflegerin AG Marl, Agnes Schubert AG Witten
Renate Faust - Berufsbetreuerin Duisburg, Landessprecherin NRW BdB e.V.

AG 5: Traumasensible rechtliche Betreuung – praxisnah handeln – Ergänzung zum Vortrag

Menschen bringen oft komplexe Lebensgeschichten mit: Trauma, Sucht, Schulden oder Systemüberforderung. Behördenkontakte können alte Ohnmachtserfahrungen reaktivieren. Eine Herausforderung für Menschen die in der rechtlichen Betreuung arbeiten. Wie sehen praxisnahe Handlungsansätze aus, die Stabilisierung ermöglichen, ohne zu überfordern? Wie kann Betreuung traumasensibel wirken, ohne therapeutisch zu werden? Was tun, wenn Betreute ihr Trauma öffnen? Fragen, denen wir in der AG nachgehen.

Karen Aderholz-Franke - Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V
Isabell Sage - Vereinsbetreuerin Caritasverband Wuppertal

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