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Aktuelle Impulse
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Aktuelle Impulse

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und ganz generell was zum Ausprobieren.
Drum nehmen Sie sich, was sie brauchen
Und dann gern noch etwas mehr,
zum gemeinsamen austauschen!

November - Toxische Männlichkeit: männlich, mächtig und bitte niemals verletzlich! 

„Das Problem ist nicht Männlichkeit!“ (Alexander Yendell) … generell sollte der Fokus nicht drauf liegen, Schuld zuzuordnen, sondern, Strukturen zu erkennen, die toxische Männlichkeit ermöglichen und Lösungen für solche Strukturen zu entwickeln. Daher thematisieren wir diesen Monat die teils fatalen Auswirkungen toxischer Männlichkeit und die Dringlichkeit zur Veränderung auf struktureller Ebene. 

Dafür beginnend, bietet sich die Definition toxische Männlichkeit des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“ an, welche systematisch die mehreren Ebenen toxischer Männlichkeit aufzeigt und zudem die möglichen negativen Auswirkungen ergänzt.
Die Definition steht hier online zur Verfügung:  https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/glossar-posts/toxische-maennlichkeit/  

Die negativen Auswirkungen von toxischer Männlichkeit, vor allem auf Männer zu fokussieren, ist etwas, dass die Autorin Sophia Fritz in ihren neuen Buch „Der Mann, das Opfer“ (Berlin, 2026) priorisiert. 
Sophia Fritz ordnet Männlichkeit im gesellschaftlichen Kontext ein und zeigt zudem Mechanismen auf, unter denen Männer sich entwickeln müssen. Es geht um Kritik an patriarchalen Strukturen und an gelebter Männlichkeit- und zwar ausgehend von einer emphatischen Haltung gegenüber Männer.  
In einem Interview anlässlich der Buchveröffentlichung, beschreibt die Autorin zudem das Dilemma, dass Männer zwar in vielen Bereichen gesellschaftlich privilegiert sind, gleichzeitig aber durch Erwartungen wie Stärke und Unabhängigkeit daran gehindert werden, Verletzlichkeit zu zeigen und emotionale Verbundenheit aufzubauen. 
Fritz verdeutlicht dieses Dilemma mit der Darstellung, dass Männer zwar einige Vorteile haben, dennoch aber die wenigsten Frauen mit ihnen tauschen wollen würden- eben wegen jener Erwartungen und den einhergehenden Ablehnungen anderer Verhaltensweisen. 
Das Interview erschien Anfang Oktober bei „Der Standard“ und steht hier online zur Verfügung: https://www.derstandard.de/story/3000000342830/sophia-fritz-das-schlimme-ist-dass-maenner-sich-oft-nicht-nach-verbundenheit-sehnen 

Allgemeine Überlegungen dazu, dass toxische Männlichkeit nicht ausschließlich auf Männer zurückzuführen ist und es sich in keinem Fall um eine Schuldfrage handeln darf, benennt der Soziologe Alexander Yendell in diesem Kommentar im Deutschlandfunk. 
In dem Beitrag verdeutlicht der Soziologe das Zusammenspiel mehrerer Strukturen, wie bspw. Narzissmus und Dominanz, die das Phänomen der toxischen Männlichkeit mit ermöglichen und benennt auch die Komponente der Frauen in diesem Zusammenspiel, die ebenfalls durch gelebte Strukturen, toxische Männlichkeit fördern. 
Der Kommentar kann hier online gelesen oder gehört werden: 
https://www.deutschlandfunkkultur.de/psychologie-toxische-maennlichkeit-narzissmus-frau-patriarchat-dominanz-meinung-100.html (Deutschlandfunk Kultur, 06.05.2026)