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Erasmus+

Erasmus Hochschulprogramm

Das Erasmus Hochschulprogramm wurde von der Europäischen Union 1987 ins Leben gerufen. Seitdem wird der Austausch von Studierenden, Lehrenden und Hochschulpersonal innerhalb Europas gefördert. Das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020) heißt Erasmus+. Es fasst verschiedene bisher getrennte Bereiche zusammen und wurde von der EU finanziell auf ein Budget von 14,7 Mrd. Euro aufgestockt  - 40 Prozent mehr als bisher.

Mit Erasmus+ haben Studierende noch vielfältigere Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln und internationale Kompetenzen zu erwerben. Sie können wie bisher ein Studium oder Praktikum in 34 europäischen Ländern absolvieren. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen diese Auslandsaufenthalte in kleinerem Umfang erstmals auch in allen Ländern der Welt realisierbar sein.
Praktikumsaufenthalte können nun schon ab zwei Monaten Dauer gefördert werden. Ferner bietet das Programm HochschulabsolventInnen die Möglichkeit, unmittelbar nach dem Studienabschluss ein zwei- bis zwölfmonatiges Unternehmenspraktikum in Europa zu absolvieren. Zudem stellt Erasmus+ zinsgünstige Kredite für ein ganzes Masterstudium im europäischen Ausland zur Verfügung.

Für Hochschulpersonal bietet Erasmus+ weiterhin die Möglichkeit des Austausches mit Partnerhochschulen, entweder zur Lehre oder zur Fort- und Weiterbildung. Darüber hinaus kann auch Unternehmenspersonal zur Lehre an die eigene Hochschule geholt werden.

An dem Programm teilnehmende Länder sind neben den 28 EU-Ländern auch Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, die Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

Informationen zum Programm erhalten Sie auf folgenden Webseiten

Erasmus + Grundlagen

Um an Erasmus + teilnehmen zu können, müssen Hochschulen eine Erasmus Charta (ECHE) für die Hochschulbildung beantragen, wobei sie sich den Grundsätzen des Programms verpflichten und eine eigene Erklärung zur Hochschulpolitik abgeben.
Die Erasmus Charta wurde der EvH RWL von der Europäischen Kommission verliehen und kann hier eingesehen werden.

Erasmus Charta für die Hochschulbildung 2014 - 2020
Erasmus Charta für die Hochschulbildung 2014 - 2020

Hier geht es zur Erasmus Erklärung zur Hochschulpolitik (Allgemeine Strategie) der EvH RWL in Deutsch und Englisch.

Die EvH-RWL beantragt jährlich Hochschuljahr über die Nationale Agentur beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Mittel für die Förderung von Erasmus+ Austauschmaßnahmen. Nach Erhalt der Mittel wird in einem Bewerbungsverfahren an der EvH über die Vergabe entschieden.
Erasmus-Koordinatorin der EvH ist Frau Bossow vom International Office.
Erasmus-Beauftragter unter den Lehrenden ist Prof. Dr. Kurt.

Erasmus + für Studierende

Erasmus+ bietet Ihnen als Studierende folgende Möglichkeiten:
 
Auslandsstudium

  • 3-12 Monate Auslandsstudium
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Zahlung eines monatlichen Mobilitätszuschusses (nach Ländern gestaffelt)
  • Bilaterales Abkommen zwischen Heimat- und Gasthochschule nötig
  • Studienaufenthalt frühestens im 3. Semester

 Auslandspraktikum

  • 2-12 Monate Pflichtpraktikum oder freiwilliges Praktikum
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen
  • Zahlung eines monatlichen Mobilitätszuschusses (nach Ländern gestaffelt)
  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Praktikumsstelle und Studierender/m nötig
  • Bewerbung ab 1. Semester möglich

Durchführung

  • Möglichst frühzeitige Anmeldung des Interesses und Beratung im International Office,
  • Bewerbung an der Partnerhochschule bzw. einer Praxiseinrichtung
  • Bewerbung um das ERASMUS-Stipendium im International Office zum 31.05. mit Motivationsschreiben, Nachweis von Sprachkenntnissen und aktuellem Leistungsnachweis; spätere Bewerbungen sind bei vorhandenen Mitteln möglich
  • Erstellen eines Lernprogramms (Learning Agreement)
  • Bei Zusage: Zuwendungsvertrag, EU-online-Sprachtest
  • Innerhalb eines Monats nach der Rückkehr Einreichen folgender Unterlagen im International Office: online Bericht für EU, erneuter Sprachtest, eigener Bericht, Bescheinigung der Gasteinrichtungen, Leistungsnachweise.

Weitere Hinweise

Versicherungsschutz
Als Studierende müssen Sie selbst dafür Sorge tragen, dass Sie ausreichend versichert sind. Über das ERASMUS-Programm besteht keinerlei Versicherungsschutz. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Gruppenversicherung über den DAAD.
 
Studierende mit Behinderung
Studierende mit Behinderung können entweder eine erhöhte Pauschale beantragen
oder einen eigenständigen Antrag beim DAAD auf Erstattung ihrer im Ausland entstehenden Mehrkosten stellen. 
 
Studierende mit Kind
Studierende, die ihren Auslandsaufenthalt mit Kind(ern) antreten möchten, können eine erhöhte Pauschale beantragen.

Erasmus + für Hochschulpersonal

Erasmus+ bietet Ihnen als Hochschulpersonal zwei Möglichkeiten:

  • Die Förderung von Lehrenden zu Unterrichtszwecken
  • Die Förderung von Personal zu Fort- und Weiterbildungszwecken

Lehrendenmobilität/Mobilität zu Unterrichtszwecken

Ziel:

Die Gastdozenten_innen sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der einladenden Hochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen jenen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren können oder wollen. Dabei soll die Entwicklung von gemeinsamen Studienprogrammen der beiden Partnerhochschulen und der Austausch von Lehrinhalten und -methoden einbezogen werden.

Voraussetzungen:

Die beteiligten Hochschulen müssen einen Erasmus + Vertrag (Inter-Institutional Agreement) abgeschlossen haben 
Die Lehraufenthalte müssen mindestens acht Unterrichtsstunden pro Woche umfassen und eine Mindestdauer von zwei Arbeitstagen haben (ohne Reisezeiten), maximal sind es zwei Monate. 
Es können Dozenten_innen, Lehrbeauftragte, wissenschaftliche Mitarbeitende und pensionierte Lehrende gefördert werden.
 
Auch möglich ist die Förderung von Unterrichtsmaßnahmen von ausländischem Unternehmenspersonal an deutschen Hochschulen, um die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen zu stärken.
 

Leistungen:

  • Erstattung von Fahrtkosten und Aufenthaltskosten nach einem festgesetzten Schlüssel nach Entfernungskilometern bzw. Ländertagessätzen. Berechnung s. Webseite (https://eu.daad.de/neu/hochschulmitarbeiter/personalmobilitaet/de/15000-personalmobilitaet-st/ ) (Der Unterschied zu den realen Kosten (positiv oder negativ) muss ggfs. über die Steuererklärung geltend gemacht werden.)
  • Da der EvH bisher wenig Mittel zugewiesen wurden, ist der Einsatz zusätzlicher hochschuleigener Mittel vorher zu prüfen.

 
Durchführung:

  • Möglichst frühzeitige Anmeldung des Interesses im International Office, Absprachen zur Vorgehensweise
  • Kontaktaufnahme mit der Partnerhochschule, entweder direkt mit Lehrenden oder mit dem International Office, Abklären der Wünsche und Möglichkeiten, Einholen eines Einladungsschreibens
  • Beantragung einer Dienstreise im Rektorat, Achtung: während der Vorlesungszeiten ist nicht mehr als eine Woche Reisedauer genehmigungsfähig
  • Ggfs. Genehmigung des Antrags und Mitteilung über mögliche Finanzierung
  • Erstellen eines Lehrprogramms (Teaching Assignment)
  • Eigenständige Organisation der Reise
  • Innerhalb eines Monats nach der Rückkehr Einreichen folgender Unterlagen im International Office: Bericht anhand eines vorgegebenen Formulars, Bescheinigung der Gasthochschule.

Personalmobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken

Sowohl Lehrende als auch Mitarbeitende der Verwaltung können im Rahmen von Erasmus+ zu Fort- und Weiterbildungszwecken an Partnerhochschulen gehen. Mögliche Formate können Hospitationen, Job Shadowing, Studienbesuche, Teilnahme an Workshops und Seminaren oder Sprachkursen sein.
Auch hier gilt: Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens zwei Tage und höchstens zwei Monate und die Hochschulen haben Personalmobilität in ihrem Erasmus+ Vertrag vereinbart. Leistungen werden wie bei der Mobilität zu Unterrichtszwecken gewährt. Die Durchführung ist individuell zu besprechen.