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Soziale Arbeit (B.A.)

Aktuelles

Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ nimmt nicht am aktuellen CHE-Ranking teil

Der Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ am „Fachbereich I: Soziale Arbeit, Bildung und Diakonie“ der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe nimmt auch am aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) nicht teil.

Die Gründe für diese Entscheidung lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • Es bestehen Zweifel an der methodischen Güte und Validität des Rankingverfahrens, in dem Hochschulen auf Grundlage einer oft schwachen Datenbasis recht grob in wenigen Kategorien mit je drei Abstufungen eingeordnet werden. Diese methodischen Zweifel werden auch dadurch bestätigt, dass Hochschulen, die nicht an dem Ranking teilnehmen, dennoch gegen ihren ausgedrückten Willen und ohne Kenntlichmachung dieses Willens gerankt werden. Die EvH konnte dies im letzten Ranking am eigenen Beispiel erfahren. Auf welcher Datenbasis diese Einordnung erfolgt, bleibt höchst fraglich. Zu detaillierteren methodischen Kritikpunkten haben sich auch die Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) und Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), auf deren Ablehnung des CHE-Rankings hier ausdrücklich hingewiesen werden soll, ausführlich eingelassen.[1]
  • Darüber hinaus wird die sehr verknappte Aussagekraft des Rankings kritisiert. Ob die grobe (s.o.) Darstellung und die radikale Komplexitätsreduktion ausreichend und hilfreich für eine Studienorientierung sein können, muss bezweifelt werden. Gerade weil die kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit komplexen Sachverhalten zu den Kernaufgaben hochschulischer Bildung zählt, müssen hier Bedenken an der Tauglichkeit der Darstellung angemeldet werden.
  • Schließlich wird der bildungs- und hochschulpolitische Hintergrund von Rankingverfahren – und so auch das des CHE – kritisch diskutiert. Eine einseitige Hierarchisierung und damit ein marktförmiger Wettbewerb auf Grundlage weniger extern bestimmter Merkmale werden als nicht erstrebenswert erkannt. Dahinter können mehr oder weniger offenliegende Steuerungsinteressen gesehen werden, die die Vielfalt, die Heterogenität und letztlich auch die Freiheit von Forschung und Lehre missachten und einem umfassenden Bildungsauftrag nicht gerecht werden.

Die genannten Kritikpunkte werden im Kollegium des Fachbereiches in unterschiedlichen Akzenten und Gewichtungen vorgetragen und geteilt. Im Ergebnis sprechen sich die Gremien des Fachbereiches I und der Studierendvertretung deutlich gegen eine Teilnahme des Bachelor-Studiengangs „Soziale Arbeit“ am CHE-Ranking aus.

Die Mitglieder der Studiengangskonferenz „BA Soziale Arbeit“
Die Mitglieder des Fachbereichsrates des „Fachbereich I: Soziale Arbeit, Bildung und Diakonie“
Das Studierendparlament und der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe

Bochum, April 2017

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Kurzportrait

Der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit qualifiziert seine Absolvent_innen zu professionellem Handeln im Berufsfeld der Sozialen Arbeit. Sozialarbeiter_innen befähigen und begleiten Menschen bei der Gestaltung eines selbstbestimmten und gelingenden Lebens, unterstützen insbesondere Menschen in sozialen Problemlagen und fördern gesellschaftliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit.
Das Studium vermittelt Kenntnisse der wissenschaftlichen Grundlagen, Methoden und Theorien der Sozialen Arbeit. Hierzu gehören:

  • das Wissen um Menschen im Kontext biographischer, politischer, rechtlicher und sozialer Bezüge,
  • Kompetenzen zur Befähigung, Begleitung und Beratung von Menschen bei der Lebensbewältigung,
  • Fähigkeiten zur Unterstützung bei der individuellen Ressourcenmobilisierung und Partizipation sowie bei der Entfaltung nicht-kognitiver, z.B. ästhetischer Problemlösungsfähigkeiten,
  • Kompetenzen der Netzwerkbildung und des Sozialmanagements,
  • kommunikative und selbstreflexive Fähigkeiten,
  • die Fähigkeit, berufliches Handeln ethisch zu reflektieren.

Gliederung des Studiums

Das Studium weist folgende Module auf:

  • Propädeutik
  • Einführung in die Grundlagen der Sozialen Arbeit
  • Human- und sozialwissenschaftliche Grundlagen
  • Politik / Recht / Sozialmanagement
  • Ethik
  • Künstlerische Bildung und Medienkompetenz
  • Praktikum und Praxisreflexion (ins. 100 Tage)
  • Professionelles Handeln / Praxiswerkstatt
  • Erziehung, Bildung & Kultur
  • Beratung & Begleitung
  • Interkulturelle & Internationale Soziale Arbeit

Durch Wahlmodule haben Sie die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen, z.B. in den Praxisfeldern:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Menschen in der zweiten Lebenshälfte
  • Besondere soziale Situationen
  • Gesundheit, Behinderung, Diversity
  • Gemeindepädagogische Bildungsarbeit
  • Diakonisches Handeln
  • Gesellschafts-, Sozial- und Berufspolitik sowie Interessenvertretung

Berufsfelder

Das Studium qualifiziert für Tätigkeiten bei

  • öffentlichen Trägern,
  • Wohlfahrtsverbänden,
  • humanitären oder sozialen Dienstleistungseinrichtungen,
  • gemeinnützigen Vereinen aus dem Sport-, Kultur- oder Bildungsbereich,
  • Wirtschafts- und Berufsverbänden,
  • Freiwilligenorganisationen und politischen Organisationen,
  • Bürgerinitiativen und Verbraucherorganisationen sowie
  • in einem wachsenden privatwirtschaftlichen Markt.

Studienvoraussetzungen

  • Allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife (ggf. einschlägige Äquivalenzregelungen) und
  • ein dreimonatiges Vorpraktikum in einem für den Studiengang relevanten Handlungsfeld

Nähere Informationen - auch zu den Äquivalenzregelungen und zum Vorpraktikum - erhalten Sie auf unserer Homepage und im Studierendensekretariat.

Studiendauer und Studienbeginn

Das Vollzeitstudium umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern (180 ECTS). Studienbeginn ist das jeweilige Winter- und Sommersemester eines Jahres.

Studienabschluss

Bachelor of Arts (B.A.) Soziale Arbeit

Der Abschluss erfüllt die Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung.

Der Abschluss ermöglicht grundsätzlich den Zugang zu den konsekutiven Masterstudiengängen an der Evangelischen Hochschule RWL und schafft die Voraussetzungen für die Bewerbung für einen Masterstudiengang an einer anderen Hochschule oder Universität.

Nach Beendigung des Bachelor-Studiums ist es möglich, nach weiteren zwei Semestern den zusätzlichen Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) Gemeindepädagogik und Diakonie zu erlangen.

Bewerbung um einen Studienplatz

Wenn Sie sich für den Studiengang Soziale Arbeit bewerben möchten, füllen Sie online die Bewerbungsunterlagen aus, die Sie auf unserer Homepage finden. Beachten Sie bitte auch die dort aufgeführten Informationen und Bewerbungsfristen.

Weitere Informationen

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie in unseren Bewerber_innen FAQ. Darüber hinausgehende Fragen formaler und organisatorischer Art beantwortet der Bewerbungsservice. Zusätzlich bietet die Beratungsstelle BISS Beratung für Studieninteressierte und Studierende an. 

Dokumentendownloads

Modulhandbücher BA Soziale Arbeit