Profil und Ausgangslage
Die Evangelische Hochschule Bochum weist im Vergleich zu vielen anderen Hochschulen einen hohen Anteil von Frauen unter den Studierenden und Beschäftigten auf. Diese Ausgangslage verstehen wir als Stärke.
Gleichzeitig eröffnet sie die Möglichkeit, differenziert hinzuschauen: auf Rollenverteilungen, Karriereverläufe, Vereinbarkeit, Arbeitsbedingungen und Beteiligungsmöglichkeiten. Gleichstellungsarbeit setzt hier an – nicht defizitorientiert, sondern verfahrenssichernd und strukturbezogen.
Leitverständnis
Die Gleichstellungsarbeit an der EvH Bochum versteht sich als strukturierend und unterstützend.
Sie trägt dazu bei, dass Verfahren transparent gestaltet, Zuständigkeiten geklärt und unterschiedliche Lebenslagen im Hochschulkontext verantwortungsvoll berücksichtigt werden – im Rahmen der geltenden Regelungen.
Gleichstellung ist gesetzlich und kirchenrechtlich verankert. Sie zielt darauf, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und faire Rahmenbedingungen zu sichern.
Als kirchliche Hochschule orientieren wir uns an der Achtung der Menschenwürde und an einem respektvollen Miteinander. Diese Haltung prägt auch die Gleichstellungsarbeit: sachlich, reflektiert und mit Blick auf konkrete Strukturen.
Gleichstellung wird dabei nicht als isoliertes Thema verstanden, sondern als Bestandteil verantwortungsvoller Hochschulentwicklung. Sie berührt Fragen von Gerechtigkeit, Teilhabe, Vereinbarkeit und Inklusion.
Die fortschreitende Digitalisierung sowie neue Formen algorithmischer Entscheidungsunterstützung verändern Hochschulstrukturen. Gleichstellungsarbeit begleitet diese Entwicklungen aufmerksam und reflektiert mögliche Auswirkungen auf Chancengerechtigkeit.