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Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn)
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Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn)

Die Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) zählt mit ihrem Verbundpartner, der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW), zu den Gewinnern der Ausschreibung „Innovative Hochschule“. Gemeinsam hatten sich die beiden Hochschulen als „Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn)“ in dem von Bund und Ländern geförderten Programm beworben, das auf die Förderung von forschungsbasiertem Ideen-, Wissens- und Technologietransfer ausgerichtet ist. Hochschulen sollen in der Profilierung in dem auch als „Third Mission“ bezeichneten Leistungsbereich Transfer und Innovation unterstützt werden und ihre strategische Rolle im regionalen Innovationssystem stärken. Mit ihren insgesamt fünf Standorten deckt das Transfernetzwerk s_inn alle Regionen des Landes NRW ab – die KatHO NRW das Rheinland und Westfalen, die EvH RWL das Ruhrgebiet.

Die beiden staatlich refinanzierten kirchlichen Hochschulen des Landes NRW entwickeln ein Transfernetzwerk mit dem Ziel, durch forschungsbasierten Transfer soziale Innovationen im Zusammenwirken von Hochschule und Gesellschaft zu fördern. Soziale Innovationen im Sinne des Netzwerks basieren auf dem christlich-humanistischen Menschenbild und auf den ethischen Grundprinzipien der Menschenrechte, der Freiheit, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Innovationen sind notwendig, um zentrale aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können. Zu diesen zählen insbesondere:

  • die Gestaltung einer alternden Gesellschaft
  • die Inklusion von Menschen mit Behinderung
  • die Integration von Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte sowie
  • die Bewältigung der zunehmenden gesellschaftlichen Segregation.

Anvisierte gemeinsame Transferstrukturen sind eine Agentur für Transfer und Soziale Innovation für strategische Aufgaben, Innovation-Labs zur Initiierung, Konzeptionierung, Organisierung und Durchführung konkreter Transferaktivitäten sowie diverse Pilottransferprojekte zur exemplarischen Umsetzung, Erprobung und Überprüfung des Transfermodells. Mittel- und langfristig werden hiermit sowohl strategisch als auch strukturell Transferaktivitäten sichergestellt, von denen sowohl das Netzwerk als auch die Gesellschaft profitieren. Es soll gewährleistet werden, dass der Transfer bidirektional – von der Gesellschaft in die Hochschulen und von den Hochschulen in die Gesellschaft – erfolgt. Damit ist gemeint, dass aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen aus der Gesellschaft in der Hochschule kontinuierlich identifiziert und in Forschungsvorhaben aufgegriffen werden. Der Ausbau und die Intensivierung von Transferaktivitäten und die Entwicklung neuer Transferformate stellen so sicher, dass Forschungsergebnisse zu einem höheren Nutzwert in der Gesellschaft führen.

Mit den zu schaffenden Transferstrukturen werden die fünf strategischen Arbeitsziele verfolgt:

  • Entwicklung und Verwirklichung sozialer Innovationen
  • Stärkung des wechselseitigen Transfers durch Partizipation
  • Entwicklung eines überregionalen Transfernetzwerks und Stärkung des regionalen Innovation-Systems
  • Verbesserung der Sichtbarkeit der Transferleistungen der Hochschulen bzw. des Netzwerks
  • Qualitätssicherung und Stärkung der Nachhaltigkeit des Transfers