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Beratung von Familien mit einem Kind mit Behinderung
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Beratung von Familien mit einem Kind mit Behinderung

Ist ein Kind behindert oder von Behinderung bedroht, stellt das an die Familie hohe Anforderungen. Untersuchungen haben ergeben, dass vielen Familien Unterstützungs- und Hilfeleistungen nicht ausreichend bekannt sind. Zwar haben sich unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsangebote etabliert. Es fehlt jedoch eine effektive Vernetzung.
Überdies greifen sozialrechtliche Leistungsregelungen nicht immer gut ineinander, so dass ein umfassendes, begleitendes und präventives Angebot, das die Familie als Ganzes erreichen sollte, nur selten realisiert wird. Dies gilt vor allem für Familien mit komplexen Problemstellungen in benachteiligen Lebensumständen (wie Flüchtlingsstatus, Migrationshintergrund).
In Bonn und Bielefeld haben sich bereits gute, koordinierte Ansätze zur Beratung von Familien mit einem Kind mit Behinderung entwickelt. Die positiven Ansätze in beiden Städten dienen als Grundlage für eine breitere Analyse und Weiterentwicklung der Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Dabei soll aus Sicht der Familien evaluiert werden, inwieweit die bereits vorhandenen Angebote ihren Beratungs- und Unterstützungsbedarfen gerecht werden, um dann Strukturen einer familienorientierten und lebenslaufbegleitenden Beratung (weiter) zu entwickeln. Ziel ist es, die Interessensgruppen so einzubinden, dass nachhaltige Beteiligungs- und Finanzierungsstrukturen aufgebaut und erprobt werden können.
Im ersten Schritt erfolgt eine Evaluation der Beratungs- und Begleitangebote in Bonn und Bielefeld. Geplant sind neben einer Fragebogenuntersuchung Fallverlaufsstudien. Mit einem partizipativen Ansatz und bei frühzeitiger Einbeziehung aller beteiligten Interessengruppen (Familien, Leistungsträger, Kostenträger, Kommunen) wird im zweiten Schritt an möglichen Versorgungslücken angesetzt und das Beratungs- und Unterstützungsangebot so weiterentwickelt, dass es bedarfsgerecht und nachhaltig ist.
Im abschließenden dritten Schritt werden Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie für den Transfer in andere Städte genutzt werden können.

Dauer: 01.2018-12.2022
Projektansprechpartner_innen: Prof. Dr. Karin Tiesmeyer, Prof. Dr. Dieter Heitmann, Lydia Schmidt M.A., Sandra Falkson MSc., Corinna Bell, Sibylle Meintrup
Kooperations-/ Praxispartner: Katholische Hochschule NRW, Lebenshilfe Bonn gGmbH, Pflege- und Betreuungsdienst Bethel gGmbH – ambulanter Dienst/Bielefeld. Weitere Kooperation hierzu werden aufgebaut.
Transferleistungen des Projekts:
Partizipation ist der zentrale Transferaspekt in diesem Projekt. Nur die Beteiligung aller Interessengruppen kann eine hohe Qualität der Evaluationsergebnisse gewährleisten. Zudem sollen nachhaltige Beteiligungsstrukturen in den Unterstützungsangeboten so aufgebaut werden, dass Beratung und Begleitung der Familien bedarfsgerecht erfolgen können. Das zu entwickelnde Manual übersetzt die Erkenntnisse aus der Evaluation praxis- und transfertauglich und fördert soziale Innovation durch forschungsbasierten Transfer.
Ergebnisse/ Veröffentlichungen: liegen noch nicht vor
Projekttyp: Drittmittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Land Nordrhein-Westfalen. Förderlinie: Innovative Hochschule